Renato Wiedemann begann im Alter von acht Jahren das Violinspiel bei Dölf Zinsstag. Nach drei Jahren wechselte er an die Musikschule Basel zu Vincent Providoli, wo er etwas später in die Aufbauklasse aufgenommen wurde. Von 2008 bis 2012 wurde er von Emilie Haudenschild zunächst in der Aufbauklasse, dann seit 2010 in der Klasse für Stu­dienvorbereitung gefördert.

Von 2012 bis 2015 machte er bei Prof. Sebastian Hamann an der Hochschule für Musik in Luzern sein Bachelorstudium. Dort wurde Renato auch regelmässig von Giuliano Carmignola unterrichtet. Von Oktober 2015 an studierte er an die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) in Hamburg bei Prof. Christoph Schickedanz, wo er im Februar 2019 mit dem Master abschloss. Im Rahmen der Flüchtlingshilfe unterrichtete Renato an der HfMT Theorie und Instrumentalunterricht.

Er war 2015 Träger des Stipendiums der Friedl Wald-Stiftung Basel.

Renato bildet sich regelmässig in Kammermusikkursen und an Meisterklassen in der Schweiz, Frankreich und in Deutschland weiter.

Wertvolle Impulse erhielt er u.a. von Susanne Mathé, Isabelle van Keulen, Benjamin Schmid, Ana Chumachenco, Adelina Oprean, Claudio Cruz, Christoph Schickedanz und Ingolf Turban.

Er ist mehrfacher Preisträger beim SJMW in den Kategorien Solo und Kammermusik. Renato war bis Juni 2012 Konzertmeister bei den Jungen Sinfonikern Basel und bis 2014 Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters (SJSO). 2017/18 hatte Renato eine Akademiestelle bei den Hamburger Symphonikern. Seit März 2019 arbeitet Renato wieder beim gleichen Orchester.

Solistisch trat er bereits mit verschiedenen Orchestern auf. Sein Debut gab er im Juni 2012, als er mit den Jungen Sinfonikern Basel das Violinkonzert Nr. 8 „Gesangszenen“ von Louis Spohr in Reinach und in Basel spielte. Im August 2012 interpretierte er das 5. Violinkonzert KV 219 von W.A. Mozart mit dem Orquestra Sinfônica de Ribeirão Preto (OSRP) in Ribeirão Preto und Araraquara (Brasilien). Im August 2014 spielte er mit dem Orchestra USP Filarmônica das Violinkonzert in D-Dur von Pjotr Tschaikowski in Ribeirão Preto und in São Carlos. Im November 2014 führte er das Violinkonzert in g-moll von Max Bruch mit Orchester Reinach auf. Im Frühjahr 2018 spielte er Vivaldi's vier Jahreszeiten mit dem Orchestra USP Filarmônica in Ribeirão Preto, São Carlos, São Paulo und Pirassununga.

Im September/Oktober 2015 trat Renato am '49º Festival Música Nova Gilberto Mendes' in Ribeirão Preto, Brasilien mit zeitgenössischen Kammermusikwerken und der Uraufführung des Danse Macabre für Solovioline von Dorothea Hofmann auf.

Renato spielt eine Violine des neapolitanischen Geigenbauers Nicolò Gagliano aus dem Jahre 1750.